Mittwoch, 21. Juni 2017

Multitasking-Superwoman: Müssen Frauen heute immer alles perfekt machen?



Alle wollen Sie. Die liebevolle und entspannte Mutter. Die begehrenswerte Liebhaberin und erfolgreiche Karrierefrau. Wir Frauen von heute können alles sein, jede Aufgabe schaffen. Aber alles gleichzeitig? Die Multitasking-Superwoman von heute meistert das mit Leichtigkeit. Oder doch nicht?

Im Auftrag der Online-Plattform „for me“ wurde zur Rolle und Situation von Frauen in der heutigen Gesellschaft eine deutschlandweite Studie vom rheingold Institut durchgeführt. Dabei wurden etwa 1.000 berufstätige Mütter zwischen 20 und 50 Jahren befragt, um herauszufinden, wie Frauen und insbesondere berufstätige Mütter ihren Alltag erleben und wie sie mit den Anforderungen der Gesellschaft sowie den Ansprüchen an sich selbst umgehen.

Die „for me“ – Studie hat dabei gezeigt, dass Frauen in unserer heutigen Gesellschaft unter immensem Druck und vor vielfältigen Herausforderungen stehen. Um Familie, Beruf, Kindererziehung und Partnerschaft zu meistern, werden oft andere Dinge vernachlässigt. Dabei kam auch heraus, dass 9 von 10 Frauen (89%) sich als Organisationstalent der Familie sehen. Und ganze 86% der Befragten wissen, dass es auch ihren Kindern gut tut, wenn sie selbst etwas für sich tun.



Wie seht ihr das?

Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach. Job, Hausarbeit und Kinder miteinander zu vereinbaren, erfordert jede Menge Organisationstalent. Ich bin der Meinung, dass man es als Mutter sowieso nie Recht machen kann. Wer daheim bleibt, bekommt keinen goldenen Fleißstern, sondern das abschätzige Etikett ,,Hausfrau’’ verpasst. Auch wer sich als Mama selbstständig macht, darf sich darauf einstellen, kritisch beäugt zu werden. Es ist nicht selten, dass das eigene Umfeld einer gründenden Mutter in den Rücken fällt und sich ungefragt kommentierend einmischt. Das kann berechtigte Wut erzeugen, vor allem aber wird es gelegentlich entmutigen und mürbe machen. Hier spreche ich von eigener Erfahrung.

Mit so viel Gegenwind und Seitenhieben ist es manchmal schwierig, bei Laune und im Beruf leistungsfähig zu bleiben. Ein schlechtes Gewissen lähmt und belastet. Man fühlt sich damit wie die sprichwörtliche Rabenmutter. Gerade weil wir Mütter so herzlich gerne alles richtig machen möchten für unsere Kinder, gerade deswegen wirft jeder Seitenhieb eine Mutter zumindest kurzfristig innerlich aus der Bahn.


Unter Zeitdruck und der doppelten Anforderung an gute Organisation gleichzeitig eigenen und fremden Ansprüchen gerecht zu werden, das ist alles andere als einfach. Die anderen Mütter wirken außerdem aus der Entfernung oft wie Superwoman und scheinen mühelos alle Aufgaben zu jonglieren. Unser selbst fühlt sich wie eine Rabenmutter, weil Erfüllung doch irgendwie anders aussieht. Oder?

Doch was können wir tun für mehr innere Ausgeglichenheit im Alltagsstress. Schließlich sind die anstehenden Aufgaben schon stressig genug, ohne dass wir noch ständig ins Grübeln geraten. Wir sollten uns einfach nicht verunsichern lassen, wenn andere behaupten, alles anders zu machen. Wir könnten mit jeder und jedem diskutieren, der alles ganz anders machen würde. Oder wir können Vorhaltungen einfach freundlich lächelnd abtropfen lassen und uns höchstens für den spannenden Input bedanken.

Wir müssen langfristige Lösungen und Aufteilungen für Alltagsaufgaben finden, um diese nicht immer wieder besprechen zu müssen. Wenn dann alles klappt wie geplant, ist das wunderbar. Spätestens in der ersten Kita-Saison wird das aber vorbei sein, wenn das kindliche Immunsystem jeden Infekt durchprobiert. Ihr kennt es bestimmt. Und genau hier, zwischen all dem, dürfen wir nicht vergessen, dass wir nicht nur Mütter und Ehefrauen sind - sondern auch Frauen. 

Sich eine Auszeit ohne schlechtes Gewissen zu gönnen ist nicht leicht. Wenn ich als Hausfrau und Mutter zweier kleiner Kinder sage, dass ich eine Auszeit brauche, meine ich damit nicht, dass ich gern in den Urlaub fahren oder mich für meine Arbeit belohnen wollen würde. Ich meine damit nicht, dass ich mich von meinen Aufgaben erholen und die Füße hochlegen möchte. Was ich damit sagen will, ist, dass ich meine Auszeiten brauche, um mich inmitten der alltäglichen Herausforderungen kurz wieder als Frau wahrzunehmen. 
Denn ich führe ein Leben, in dem ich in jedem Augenblick meiner Existenz all meine Liebe und Energie weggebe und nur sehr wenig davon für mich selbst behalte. Wenn mir am Ende des Tages eine Auszeit vergönnt ist, nutze ich sie nicht dazu, Spaß zu haben. 

Ich brauche keine Auszeit, um mich zu entspannen und mir allein, ohne Kinder, eine schöne Zeit zu machen. Ich gehe ins Fitnessstudio. Ich erledige Einkäufe. Ich mache einen Spaziergang oder treffe mich mit einer Freundin. Weil es genau das ist, was ich manchmal brauche. =)

Und wenn ihr mal Zeit findet, könnt ihr zum Beispiel auf „for me'' stöbern gehen. Mit der Online-Plattform möchte P&G für Frauen in allen Lebenslagen und speziell für uns berufstätige Mütter eine hilfreiche Quelle bieten und sie in ihrem Alltag mit Rat und Inspiration zu verschiedensten Themen unterstützen. Kurz gesagt: Ich tue, was ich tun muss, um mich gesund, in mir gefestigt und fähig zu fühlen, den natürlichen und niemals endenden Bedürfnissen meiner wunderschönen Kinder gerecht zu werden. Das tue ich, damit ich voll und ganz für meine Kinder da sein kann. Und es tut auch meinen Kindern gut, wenn es mir gut geht. Und das sollten wir alle nie vergessen! =)






Eure Kiki






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dieser Beitrag wird durch for me Unterstützt





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