Dienstag, 5. Juli 2016

Mein Weg zur Brustverkleinerung - Die Zeit nach der OP



Mittlerweile sind schon 3 Wochen seit meiner Brustverkleinerung vergangen. Ich bin immer noch nach wie vor überglücklich und sehr zufrieden. Heute möchte ich euch noch mal eine Zusammenfassung meiner letzten Wochen niederschreiben. =)



Erste Woche post OP
Wie im letzten Bericht erwähnt, war ich nach drei Tagen Krankenhausaufenthalt wieder Zuhause. Ich hatte die erste Zeit überwiegend mit den ,,Begleiterscheinungen’’ wie Muskelkater, Lymph,- und Gliederschmerzen, Verstopfung und Blähbauch zu kämpfen als mit der eigentlichen Sache an sich. Das alles ist Lagerungsbedingt durch die Narkose entstanden und hat mir als einziges die erste Zeit zu schaffen gemacht. Das ganze ging circa 5 Tage. In der Zeit habe ich dennoch weiterhin Ibuprofen eingenommen, da dieses ja auch eine entzündungshemmende Wirkung hat und ich dem ganzen so schneller entgegenwirken wollte. Als dieser Spuk vorbei war setzte jedoch furchtbarer Juckreiz ein. Nach einem kurzen Besuch beim Hausarzt stand schnell fest was ich sowieso vermutet hatte. Ich habe allergisch auf die Pflaster und Fäden reagiert. Was nicht sonderlich schlimm ist sondern einfach nur sehr lästig und natürlich juckend. Duschen, laufen und bewegen ging problemlos vom ersten Tag an. Jedoch funktionierte wie Bücken und Strecken ging die erste Woche überhaupt nicht. Aber das und schweres tragen soll man sowieso eine Zeit lang unterlassen. 


Zweite Woche post OP
Nachdem mein Muskelkater vergangen war machten mir nur noch die Fäden ein bisschen Ärger. Immer wieder juckte und ziepte es. Genau 10 Tage nach der OP hatte ich dann meinen ersten Fadenzug Termin. Hier wurden die Fäden um die Brustwarzen herum entfernt. Dies hat wenn überhaupt nur etwas geziept. Also keinerlei ,,schmerzen’’ oder sonst der gleichen wie mann immer in Horror Storys in Foren liest. Die Wunden wurden frisch mit Steri Strips verklebt und ich habe einen weiteren, letzten Termin in einer Woche zum ziehen der restlichen Hauptfäden bekommen. Duschen kann man übrigens vom ersten Tag an. Habe ich die ersten Woche dennoch bei einer Katzenwäsche belassen. Hier hat das Wetter ja prima mitgespielt. =) Bücken und Strecken funktioniert seit der zweiten Woche übrigens prima. Mit dem Autofahren hatte ich allerdings Probleme und das obwohl wir Automatik haben. Das wird einem aber auch nicht empfohlen die erste Zeit. Aber ich denke das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Gibt bestimmt welche die das schon in der ersten Woche problemlos gemeistert haben. Ich gehöre da eher zu der wehleidigen Kategorie von Mensch =)


Dritte Woche post OP
Nach einer weiteren, dritten Woche jucken und Ansatzweiße rumkratzen kamen endlich die letzten Fäden raus. Diese waren, dadurch das sie tiefer verankert sind etwas unangenehmer aber von Schmerz kann man hier immer noch nicht sprechen. Endlich kam dieses (für mich) schreckliche Pflaster ab. Nun konnte ich auch zum ersten mal meine Brüste und das Ergebnis in voller Pracht sehen. Vorher ist, durch das leicht transparente Material nur ein erahnen möglich gewesen. Ich bin sehr zufrieden! Wenn ich nur dran denke wie es vorher war! Man bin ich glücklich! Auch mein Arzt ist mehr als zufrieden. Meine Narben heilen super. Die unter der Brust sind kaum zu sehen da sie genau an der Unterlinie verlaufen. Erst durch das anheben der Brust treten diese zum Vorschein. Aber das war für mich von Anfang an irrelevant. Ich habe ein neues Lebensgefühl und das ist was zählt! Meinen Kompressions BH soll ich noch für weitere 2 Wochen tragen. Eventuell trage ich ihn etwas länger, dass muss ich noch sehen. Nach dem Arztbesuch waren wir dann in der Stadt und ich habe mir meine ersten Dessous bei Hunkmöller aussuchen dürfen. Mädels, ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Geworden sind es BH’s mit einem D Körbchen und ich muss sagen, dass es sogar recht knapp ist. Es geht gerade noch so. Werde mir beim nächsten mal welche in E anschauen. Aber D passt gerade noch so. Vorher hatte ich ein H - schrecklich. 


Im großen und ganzen kann ich also sagen, dass ich einige ,,Problemchen’’ hatte. Aber nie mit der eigentlichen Sache an sich. Von Narbenschmerzen, welche ich mir schlimm vorstellte, war keinerlei Spur. Dafür doofe Fäden, doofes Pflaster und doofer Darm *lach*. Aber all das lässt sich aushalten. Wer schön sein will muss ja bekanntlich bisschen dafür leiden =) In zwei Wochen habe ich einen weiteren und ich denke somit auch letzten Kontrolltermin. Ins Schwimmbad darf ich schon gehen, Sport im Sinne von Ausdauer darf ich betreiben und die Narben soll ich nur mit Bepanthen Salbe eincremen. Er hat mir klar und deutlich von überteuerten Narbencremes die nur Geldmacherei sind abgeraten. =) In zwei Wochen habe ich einen weiteren Kontrolltermin. Und was soll ich noch sagen? Ich bin einfach überglücklich! 


Ich möchte mich hier gerne noch einmal an all diejenigen bedanken die in dieser Zeit an mich gedacht haben. Und mir liebe Worte auf jegliche Art haben zukommen lassen - vielen Dank! =) Und ich kann allen, die mit dem Gedanken einer Brustverkleinerung spielen und Ängste haben nur raten - springt über euren Schatten und traut euch. Spricht mit Ärzten, spricht mit eurer Familie, spricht mit eurer Krankenkasse oder auch mit eurer Bank -  wenn der Weg über die Krankenkasse scheitert. Nichts ist mehr Wer als eure Gesundheit und euer Gefühl von -Leben-. 



Eure Kiki

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